Neues Design

Wie man sehen kann, habe ich das Design der Seite geändert. Momentan bin ich etwas auf Veränderung gebürstet und probiere ein paar andere Sachen aus. Das Titelfoto hat meine hübsche Freundin gemacht und bearbeitet und es ist ein Provisorium, aber ein schönes.
Ich finde den Blog nun einfach lesbarer, weil man nicht mehr immer in die einzelne Artikel reinkriechen muss.
Und weiter mit der Filmbearbeitung…

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Lasst die Spiele beginnen

Eigentlich bin ich ein eher unsportlicher Typ…
… gewesen.
Ich weiß nicht recht wann ich anfing mich für Sport zu interessieren. Interesse in erster Linie nicht in Form von „ich sitze vorm Fernsehgerät und schaue mir die olympischen Spiele an“, sondern von „was kann ich meinem Körper antun, damit er das Gefühl hat, er würde gebraucht.“
Ich bin schon von Kindesbeinen an Ski gefahren, aber eben immer nur einmal im Jahr für eine Woche.
In der Schule war ich vermutlich einer der Unsportlichsten. Ich war schlecht beim Ausdauerlaufen, beim Sprinten, beim Springen, Turnen, selbst Basketball war mit meinen knapp zwei Metern kein Spaß. In der Pubertät kamen wachstumsbedingte Rückenprobleme dazu und ich war einige Jahre vom Sportunterricht befreit. Dadurch wurde eigentlich alles nur noch schlimmer. Liegestütze waren ein Alptraum, an einen vollständigen Klimmzug war nicht zu denken.
Zumindest hatte ich nie das Problem durch meine sportlichen Unfähigkeiten sozial benachteiligt zu sein. Mir treten einige andere Kandidaten vor das geistige Auge, denen diesbezüglich ein wesentlich härteres Schicksal bestellt war. Meine Redegewandtheit und mein Humor retten mich vor einigen Stigmata. Ich war fein raus. Hätten man mir damals erzählt, wie ich heute drauf bin, ich glaubte es nicht.
Der Startschuss für meine Sportaffinität kam mit dem Skifahren und vorallem auch mit dem Jazz. Nach vielleicht zehn Jahren auf den langen Leisten hatte ich mir praktisch autodidaktisch einen feschen Fahrstil zugelegt, der ganz im Gegensatz zu meiner Statur elegant und sportlich daherkam. Natürlich verlangte dieser mir in der einen Woche Winterurlaub alle meine körperlichen Reserven ab und ich kann von Glück reden, dass ich keine ernsthafteren Verletzungen davon trug. Nach so einer Woche ging es mir immer ziemlich übel, da sich ein Muskelkater dritten Grades durch scheinbar alle Stränge meines Körpers zog. Aber – und das war der springende Punkt – ich fühlte mich gut!
Musikalisch konnte ich in dieser Zeit noch keine großen Erfolge verbuchen. Ich dümpelte dilettantisch mal hier mal da herum und nichts bedeutendes geschah. Ich bin mir heute noch unsicher darüber, ob ich wirklich talentiert war oder bin. Doch diese Geschichte möchte ich an einer anderen Stelle erzählen.
Der Erfolg kam mit der Annahme an mehreren deutschen Musikhochschulen nach meiner Bewerbung. Ich traf ein paar wesentliche Entscheidungen richtig und damit kam der ganze Zug ins Rollen. Ich möchte damit nicht sagen, dass ich unheimlich erfolgreich wäre, aber ich habe endlich Freude an der Musik und habe eine wichtige Sache für mich gelernt:

Übung macht den Meister.

Das war auch der genannte „springende Punkt“ beim Skifahren: ich hatte gelernt, dass ich durch ein bisschen Mut, Ausdauer und Leidensfähigkeit ein Ziel meiner Wahl erreichen konnte. Vorallem der Punkt Ausdauer ist der wohl entscheidendste. Dafür brauchte ich Ruhe, geistige Ruhe und Gelassenheit mich einer Sache hinzugeben und auch bei anhaltendem Misserfolg oder nur geringen Anfangserfolgen weiterzumachen. Und genau an diesem Gefühl musste ich Freude haben.

Es gibt für mich kein Ziel, sondern nur noch den Weg. Entwicklung kennt kein Ziel, sie kennt nur Zwischenstationen und geht danach weiter. An diesem Gedanken zerbrach ich anfangs und es raubte mir die Kraft weiterzumachen. Mittlerweile habe ich mich an das Gefühl gewöhnt, erfreue mich an meinen Zwischenerfolgen und dann mache ich weiter. Ja, ich kann sogar sagen, dass mir diese Ziellosigkeit Glückseligkeit bringt. Ich muss nicht mehr irgendetwas erreichen, ich will einfach nur weitermachen, mich weiterentwickeln und ab und zu schaue ich kurz zurück und bin dankbar für das Erreichte.
Ein weiterer Vorteil ist, dass ich auch jederzeit Pausen machen kann oder manchmal das Tempo oder besser die Dichte rausnehme. Wenn es kein endgültiges Ziel gibt, dann kann man auch nicht die Geschwindigkeit messen mit der man sich fortbewegt. Ich stelle es auch nicht in Frage, da es so viele Einflüsse im Leben gibt, die einen Kraft geben oder nehmen. Ich bewege mich langsamer weiter oder halte an und irgendwann beginne ich wieder zu laufen. Dann setze ich meine Reise fort.

Improvementisation

Just sitze/liege ich auf dem Bett meiner bescheidenen Einraumwohnung, die ich mit meiner hübschen Freundin teile. Jenes Bett ist eigentlich unbenutzt, da wir, nur die Matratze abdeckend und eine weitere mittlerweile nicht nur moralisch verschlissene dazu gelegt (klingt anzüglicher als es gemeint ist), immer auf dem Boden schlafen.
Ich habe vorhin unter der Dusche über meinen Blog nachgedacht. Er steckt ja noch in der Anfangsphase, aber so recht geht es nicht vorwärts. Ich möchte gern über so viele Dinge schreiben, die mich bewegen und mit denen ich meine hübsche Freundin nicht langweilen möchte, allein es fehlt mir an der Form. Deswegen bin ich auf die Idee gekommen, jetzt alles über den Haufen zu werfen und eine dynamischere Form zu verwenden. Wer hat mich eigentlich auf die Idee gebracht meinen Blog in Englisch zu schreiben? Mittlerweile öde ich mich ja selbst mit meinem dahergelaufenen Hollywoodphrasengedresche an. How pathetic is that?!?
So, muss erstmal Film schneiden…