Kasachstan II

Очень приятно! So sagt, der Kasache, wenn er nicht in seiner Landessprache spricht. So ist auch der erste Eindruck meiner Reise nach Kasachstan (internationale Abkürzung: KZ). Unser Flug startete mit ein paar Minuten Verspätung in Berlin, wo wir, meine hübsche Freundin und ich, zuvor noch etwas bangen mussten, da unser Bus von Dresden nach Berlin, aufgrund des erwartungsgemäß, aber von der Buslinie dennoch nicht eingeplanten, schleppenden Verkehrs auf dem Berliner Ring, mit einer Dreiviertel Stunde Verspätung in Tegel ankam. Wir hatten noch eine Stunde bis Abflug, aber am Check-In war es nochmal knapp.

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Die Überraschung für mich kam alsbald übers Roll- in unser Blickfeld gerollt, während wir am Gate auf das Boarding warteten. Ich nahm an, dass der Flug nach Prag in einer herkömmlichen Luftfahrtmaschine abliefe. Damit meinte ich Flugzeuge, mit denen ich bisher auf kurzen Flügen geflogen bin, wie z.B. ein A319 oder 320. Da aber anscheinend keiner Lust hatte das schöne Prag an diesem Tag zu besuchen, entschied sich Czech Airlines für ein noch kleineres Modell, was dazu auch noch spärlich besetzt war. Eine selbst gegenüber den Privatjets auf dem Tegelluftraumhafen winzig erscheinende Propellermaschine vom Typ ATR 42 mit einer Gesamtpassagierzahl geringer als ein Fahrzeug der Dresdner Buslinie 61 wartete auf der anderen Seite des Rollfeldes auf unseren Zustieg.
Das Flugzeug war so klein, dass ich mein Handgepäck noch kurz vor Flugantritt auf Anweisung der Stewardess dem Verantwortlichen zur Verstauung im Frachtraum überreichen musste, da kein Platz mehr in den Überkopffächern zur Verfügung stand.

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Die beiden Stewards hatten auch nicht das klassische Separee, um für Start und Landung sich zu setzen, sondern musste auf Stühlen Platz nehmen, die sich mitten im Gang befanden.
Nun der Flug war nicht lang, eine knappe Stunde, aber an Beinfreiheit war nicht zu denken und die Maschine hatte auch nichts besseres zu tun, als das, was mir schon immer am Fliegen missfiel, nämlich heftig zu wackeln. Dieser Teil unserer Reise war für mich eine völlig neue Erfahrung und deswegen herzlich willkommen.
Den Flug von Prag nach Almaty absolvierten wir ebenso in einer Maschine eines mir bis dato unvertrauten Fabrikats, dem A330.

20130812-223809.jpgMit knapp 280 Sitzplätzen das genaue Gegenteil der Mücke nach Prag war dieser Flug erwartungsgemäß ruhig. Ich war sogar ein bisschen überrascht, denn man spürte bis auf den Startschub und das Landebremsen den ganzen Flug über gar nichts. Jeder hatte seinen eigenen Bildschirm mit einer üppigen Auswahl an Filmen, Serien, Musik, Spielen etc. in der Rückwand des Vordersitzes. Was mich zum Schmunzeln brachte war die Tatsache, dass in der Mediathek Jazz unter World Music und darin Miles Davis „Kind Of Blue“ und die Stan Getz Bossa Nova Kollektion unter Contemporary Jazz und John Coltranes „Blue Train“ und vorallem „A Love Supreme“ unter Traditional Jazz eingeordnet waren.

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Um die Flugreise zeitlich einzuordnen: wir starteten 16:45 Uhr in Berlin und landeten 05:30 Uhr in Almaty, also 01:30 Uhr ohne Zeitumstellung.

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