Ein rotes Kissen,

Wimpern zum Tauben verjagen, IBIS und Kuchen – zuviel Zitronat – und Kaffee – zuviel Sachsen.
Wir halten noch leichte Konversation, ein halber Faden unter Sonnenschirmkante. Wolken ziehen auf und ab und mit ihnen der Regen.
Zwei ältere Damen fingern an wenig altersgerechten Laschen ihrer Kaffeesahnen, ihr Begleiter, vielleicht Ehemann und Schwager, wischt sich mühelos durch Facebook.
Während sie weiter ausführt, ergehe ich mich, hoffentlich unbemerkt, in Betrachtungen ihres Gesichts, hier herrschen die Augen. Versprechen, welche nicht gehalten werden können. Ich muss andauernd den Rest, das nicht zu schmal geratene, zart rosige Lippenpaar, das Kinn mit der Punktnarbe und den feinen, hochwangigen Schnitt ihrer Züge zu Hilfe nehmen, um mich ihrer Arglosigkeit zu versichern.
Unser Gespräch wird sich noch verfinstern, an Leichtigkeit verlieren. Dann werden die Antworten länger, erarbeitete Konsense neu verhandelt.
Ich bin mir gar nicht mehr so sicher, was ich ihr eigentlich mitteilen will.
Kaufe jemandem zwei Elefanten ab, einer ist ganz durchlöchert, auch oben, Helikoptersafari. Ihn behalte ich.
Später einen Wäscheständer, einen Handfeger, Geschirrtücher und Kleiderbügel, schwarz und breit, angeschafft.

aus Reise ohne Wiederkehr

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