Da war eine Art

falscher Soldat, ein Stabuler, wie man auf rotwelsch sagte, der trällernd den Verband von seiner falschen Wunde löste und sein gesundes, kräftiges Knie von den unzähligen Binden befreite, mit denen er es morgens umpanzert hatte. Sein Widerspiel war ein sogenannter Seffer, der mit Schellkraut und Ochsenblut sein krankes Bein für den nächsten Tag herrichtete. Zwei Tische weiter haspelte ein Schlepper im Pilgerkleide seine Gebete ab und vergaß weder zu psalmodieren noch zu näseln. Ein junger Vopper nahm Unterricht in der Fallsucht und ließ sich von einem alten Vazenheuer zeigen, wie man Schaum vorm Munde erzeugt, indem man ein Stück Seife kaut. Daneben machte sich ein Wassersüchtiger dünn,… 

aus Notre-Dame von Paris, Victor Hugo

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