Ich sah dich

nicht kommen, begegnete dir nicht auf der Straße, beim Spazieren im Park, standst du nicht da und sahst durch den rostigen Zaun, Reste von Efeu, kaum Blätter, hinüber zur Barracke mit der weißen Tür. Keine Frage hinter meiner Stirn, da ist ja nur der Rost und der Efeu. Ging lange Zeit hinter dir her, du hast es wohl sicherlich bemerkt, drehtest dich nicht um. Am Ausgang standen wir, ich ahnte dein Profil und als das Rot andauerte, trafen sich unsere Blicke ohne Zufall.

Noch einmal anlächeln und angelächelt sein wie ein Kind und eine andere Geschichte erzählen.

Jede hat ihren Teil mitgenommen und an dessen Platz trat etwas anderes, etwas aus Stein, Züge einer Figur, ein weggerissenes Gesicht oder Wasser, unbewegt, darüber Dunst; ein Wald, ein Weg; ein Blatt, sich kaum am Zweig haltend.

Ich begegne mir und bleibe auf meiner Seite des Weges, ich kenne jede meiner Geschichten.

Ginge auf die andere Seite und höre neu, Geschichten von mir.

Rost und Efeu.

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