Mobiler Dadaismus

Hier eine Unterhaltung, in welche mein Mobiltelefon, zunächst im Monolog munter schwadronierend, dann Antwort erhaltend, verwickelt wurde.

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Die Antwort:

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Gegen 10

kommen die Flaschensammler, immer zwei, kurz nach einander, manchmal mit Fahrrad, gern aber zu Fuß.
Dann zieht das Leben in Bussen vorüber. Reaktionismus im verspäteten Rebellentum, auch meine Zeiten änderten sich. Unten auf der Einkaufstüte: Hier ist Heimat.

aus Reise ohne Wiederkehr

Im ganzen Haus

Stille, die Nacht ist angebrochen, jeder hat gewünscht. Begleitet von kaum hörbarem Schnarren blubbert der Kühlschrank neben mir sachte vor sich hin; nur im Flur, in den die kleine Küche mündet, brennt noch Licht.
Versuch, über innere Angelegenheiten zu schreiben, scheitert am Vokabular, mangelnde Auge-Hand-Koordination. Ich sollte besser keine weiteren Anläufe, diesen Zustand zu ändern, unternehmen und bei der Landschaftsmalerei bleiben. Nicht sehr würdevoll, aber wenigstens wechseln die Szenen häufiger.

„Und auf einmal ist alles offen, so fühlt es sich an, wenn die Zielstrebigkeit des Hochschulstudiums an ein Ende kommt. In wenigen Tagen werde ich meinen letzten Hauptfachunterricht erleben. Und danach?“

Klingt wie ein Eintrag ins Poesiealbum.

Schlaf gut, mein Lieber.

Es drängt, es ruft.
In der Nacht sind alle Landkarten grau.

aus Reise ohne Wiederkehr

Wer malt denn

Herzchen auf Löffel?!

Damals wurde ich abgewiesen, zweimal. Zum Schluß hantierte sie sogar mit ihrem Kalender, um mir die Aussichtslosigkeit ihrer Lage als Bäckerin zu verdeutlichen, über der Ladentheke zog Nebel auf.
Der Kalender blieb ungeblättert.
Coup de grâce.

„Ich habe einen kleinen Sohn zuhause…
…und wenig Zeit.“

Wenn eine Frau „Warum“ fragt, heißt das „Nein“. Das hatte mir Andreas mal erzählt.

Ein Sommerkleid mit Muster saß auf der Treppe und rauchte. Stadtteilfest und der Laden geschlossen. Auf einem Biertisch war eine Theke eingerichtet worden, daneben der Kühlschrank mit einem einzigen, übriggebliebenen Plastebecher; jämmerlicher Inhalt mit Erdbeeren, welcher hätte eine Torte werden können, lieblos aufgespießt mit einem Holzlöffel. Aufgrund erschöpfter Schlagfertigkeit, hatte mein ganzes Pulver unter Freunden in der neuen Kletterhalle verschossen, ließ ich trotz Unbehagen den Kauf geschehen. Es war nicht transportfähig. Wurde mit Silberfolie behoben. Dafür trug sie das unwürdige Gebilde hinauf in den Laden und kehrte bald zurück. Dann Übergabe, beiderseitig kurzes Lächeln, Abschied.
Erst in meiner Rundsitzgruppe (Wie war doch gleich ihr Name?) mit Blick auf den Interimshalt der Buslinie nach Nickern und Mockritz, bemerke ich beim Verzehr das kleine Herz, mit rotem Filzstift gemalt, auf dem Ende des Löffelstiels.   

aus Reise ohne Wiederkehr

Ein rotes Kissen,

Wimpern zum Tauben verjagen, IBIS und Kuchen – zuviel Zitronat – und Kaffee – zuviel Sachsen.
Wir halten noch leichte Konversation, ein halber Faden unter Sonnenschirmkante. Wolken ziehen auf und ab und mit ihnen der Regen.
Zwei ältere Damen fingern an wenig altersgerechten Laschen ihrer Kaffeesahnen, ihr Begleiter, vielleicht Ehemann und Schwager, wischt sich mühelos durch Facebook.
Während sie weiter ausführt, ergehe ich mich, hoffentlich unbemerkt, in Betrachtungen ihres Gesichts, hier herrschen die Augen. Versprechen, welche nicht gehalten werden können. Ich muss andauernd den Rest, das nicht zu schmal geratene, zart rosige Lippenpaar, das Kinn mit der Punktnarbe und den feinen, hochwangigen Schnitt ihrer Züge zu Hilfe nehmen, um mich ihrer Arglosigkeit zu versichern.
Unser Gespräch wird sich noch verfinstern, an Leichtigkeit verlieren. Dann werden die Antworten länger, erarbeitete Konsense neu verhandelt.
Ich bin mir gar nicht mehr so sicher, was ich ihr eigentlich mitteilen will.
Kaufe jemandem zwei Elefanten ab, einer ist ganz durchlöchert, auch oben, Helikoptersafari. Ihn behalte ich.
Später einen Wäscheständer, einen Handfeger, Geschirrtücher und Kleiderbügel, schwarz und breit, angeschafft.

aus Reise ohne Wiederkehr

Wunde

Fingerkuppen, schmerzende Füße und der Regen hängt an diesem Tag. Die Fragen hören nicht auf. Das arhythmische Klopfen ist noch ungewohnt, ein Hauch von Wellblech und Hollywoodschaukel hallt vom Dach. Zwei Autotüren werden zugeschlagen, dann bin ich wieder allein mit mir und meiner Nacht. Das Klopfen lässt nach, nur noch sporadisch. Vielleicht morgen wieder blau?

aus Reise ohne Wiederkehr